Kalium - Zusatzdünger

Für stark bepflanzte Starklichtbecken kann Kalium zum limitierenden Faktor werden, zumal viele Pflanzen Kalium weit über ihren Bedarf hinaus anreichern.

Dosierung
System Kalium-Zusatzdünger soll immer nur einen Teil der SystemEisenvolldünger oder Starklichtdünger-Dosierung ersetzen. Man geht von der errechneten oder bewährten Dosis aus und ersetzt einen Teil durch die doppelte Menge an System Kalium-Zusatzdünger. Bei alleiniger Gabe wäre die Kaliumzufuhr in praktisch allen Fällen zu hoch. Für diesen ersetzten Teil ist die Kalium- und Magnesiumzufuhr 20 mal so hoch wie vorher.

Man sollte anfangs nur einen kleinen Teil (eine vernünftiger Anfangswert beträgt 20 - 30 %) der Eisenvolldünger oder Starklichtdünger-Dosis durch Kalium-Zusatzdünger ersetzen und die ersetzte Menge nur langsam steigern. Dabei die Wirkung beobachten: wenn keine Wachstumsverbesserung mehr erfolgt und/oder Probleme mit Algen auftreten, muss man die Ersetzungsquote wieder reduzieren.

Optimaler Eisengehalt
0,05 - 0,1 mg/l

Optimaler Kaliumgehalt
10 - 15 mg/l

Ein stark überhöhter Kaliumgehalt kann unter Umständen ein übermäßiges Grünalgenwachstum hervorrufen oder durch Verdrängung Magnesiummangelerscheinungen induzieren.

Nitrat-Zusatzdünger

Zusammensetzung
Der Dünger besteht aus 3 Komponenten, um eine mehrschichtige Stickstoffversorgung zu gewährleisten: Nitrat, Harnstoff (Urea / Carbamid) und Ammonium.

Ammonium wird sofort und bevorzugt von den Pflanzen aufgenommen, kann allerdings dafür nicht gespeichert werden. Die Aufnahme von Ammonium ist aus energetischen Gründen gegen der Aufnahme von Nitrat leicht bevorzugt. Allerdings hemmen höhere Nitrat-Konzentrationen die Ammonium-Aufnahme (ab ca. 5 mg/l Nitrat). Überschüssiges Ammonium wird durch die nitrifizierenden Bakterien unter Sauerstoffverbrauch rasch zu Nitrat oxidiert. Daher, und um zu vermeiden, dass sich bei pH-Werten größer 7,5 giftiger Ammoniak in toxischen Mengen bilden kann, der relativ geringe Anteil in der Düngerlösung.

Hier soll die zweite Komponente Harnstoff für etwas Abhilfe sorgen. Harnstoff, als stickstoffhaltiges Endprodukt des Stickstoff-Stoffwechsels vieler Tiere, kann einerseits direkt von Pflanzen aufgenommen werden, oder wird schon von den Bakterien des Beckens langsam zu Ammonium und CO2 hydrolysiert. Nitrat ist bei allen aquaristisch üblichen pH-Werten auch in relativ hohen Konzentrationen für Tiere ungiftig und wird daher hier als „Speicherform” eingesetzt.

Einige Pflanzen können jedoch schon bei Nitrat-Gehalten knapp über 10 mg/l mit Wachstumsstörungen reagieren, dieser Wert braucht und sollte daher keinesfalls überschritten werden.

Dosierung
Täglich max. 1 ml auf 50 l Aquariumwasser bis der gewünschte Nitrat-Gehalt erreicht ist. Der anzustrebende Wert bewegt sich im Bereich 3 - 8 mg/l Nitrat. Mehr ist auf keinen Fall notwendig und fördert nur unnötig das Algenwachstum.

Wenn keine Aufnahme durch die Pflanzen erfolgt und alles vollständig mineralisiert wird, entspräche 1 ml auf 50 l Wasser einer direkten Zugabe von 2 mg/l Nitrat, 0,4 mg/l Kalium und 0,1 mg/l Magnesium.

Phosphat-Zusatzdünger

Einige stark bepflanzte und beleuchtete Becken mit moderatem bis geringem Fischbesatz benötigen im Gegensatz zur Mehrheit der sonstigen Aquarien eine Ergänzung mit dem Grundnährstoff Phosphor - P bzw. Phosphat - PO4.

Dosierung
1 ml Zugabe auf 50 l Aquariumwasser erhöht den Phosphatgehalt um 0,1 mg/l

Der anzustrebende Wert bewegt sich im Bereich 0,1 - 0,2 mg/l Phosphat. Mehr ist nur selten notwendig und fördert meist nur unnötig das Algenwachstum.

(Gleichzeitig wird durch das verwendete Salz der Kaliumgehalt um geringfügige 0,04 mg/l erhöht) Phosphat kann man auch gut als Stoßdüngung einbringen. Auf ~0,25 mg/l dosieren und erst dann wieder nachdüngen, wenn der Pegel eine Zeitlang auf Null war.

Wasserpflanzen können Phosphat gut speichern, mit der Methode kann man den Algen, die aufgrund ihrer geringen Größe Phosphat nicht so gut speichern können, das Leben schwermachen.